ANONIMI – LIVE-CD „Rembetika” 

Es ist endlich so weit. Die erste Live CD von Anonimi ist da!
Sie ist mit 22 Titeln vollgepackt und stellt eine schöne Momentaufnahme aus unserem Konzertprogramm „Rembetiko” dar.

Das Rembetiko wird oft auch als der „griechische Blues” bezeichnet, weil die Texte ähnlich wie im Blues von den alltäglichen Sorgen und Erfahrungen der einfachen Leute handeln. Diese Themen sind auch heute noch aktuell, nicht nur in einer Stadt wie Berlin.
Wir sind nach zwei CDs, bei denen neue griechische Musik zu hören war, zu den Wurzeln der griechischen Folkmusik zurückgekehrt.
Wir möchten mit einem Auszug des Programms „Rembetiko”, das auf dieser CD zu hören ist, dieser einzigartigen Musik einen Tribut zollen.

Dieses Programm, das Lieder von den Anfängen des Rembetiko – Anfang des 20. Jahrhunderts – bis zu Liedern des Neo-Rembetiko aus den 1990er Jahren beinhaltet, stellt also auch eine Zeitreise dar.
Das Rembetiko, das von den Rembetes in den verschiedenen Phasen geschrieben und gesungen wurde, lebt bis heute in Griechenland weiter.

Wir hoffen, dass unser Enthusiasmus und das Gefühl für die Musik zu hören ist und wünschen uns damit, das Rembetiko auch außerhalb von Griechenland bekannter zu machen.


ANONIMI - LIVE „Rembetika”  

01. Alaniara ap' ton Peiraia
02. I Pentamorfi
03. Pino kai metho
04. Boufetsis
05. Apopse sto diko sou machala 
06. Ela opos ise
07. San magemeno to mialo mou 
08. Kane ligaki ipomoni
09. Magkiko (Skertsopetachto)
10. Charamata i ora tris
11. To gramma
12. Fisai o Batis 
13. To ksefantoma
14. Saltadoros 
15. Ta matoklada sou lamboun
16. Kaiksis
17. Tha kano ntou wre poniri 
18. Ta dilina
19. Proto Fthinoporo
20. Ena sfalma ekana
21. Ferte mia koupa me krasi 
22. To kourasmeno wima sou

MUSIKER  

Lia Pantazopoulou – Voc
Leonidas Adamidis – Baglama / Percussion / Voc
Leonidas Kyriakides – Voc / Bouzouki
Nikos Findanidis – Gitarre / Voc
Odysseas Sariannidis – Bouzouki / Voc
Makis Tsamalikos – Akkordeon / Piano / Voc
Themis Lepenos – Bass

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Pressestimmen  

„Man spürt sie sofort, die Gefühle, die der Rembetiko, der griechische Blues verströmt. Einst sangen ihn die aus Kleinasien geflüchteten Griechen in den Spelunken von Piräus. In den Neunzigerjahren feierte er ein Comeback. Der Livemitschnitt des Konzerts der in Berlin lebenden Exilgriechen deckt Kompositionen dieser ganzen Zeitspanne ab.
Authentisch.
(Folker!)


„Der griechische Blues – Rembetiko – hat sich aus der griechischen Folklore und verschiedenen weltmusikalischen Einflüssen, vor allem aus dem Orient, dem Balkan und dem Osmanischen Reich gebildet. Rembetika sind die vorherrschenden Melodien in der gegenwärtigen griechischen Volksmusik. Dass diese Form der Musik sich eigentlich aus einer Subkultur von verarmten Kleinkriminellen in den Städten des Landes gebildet hatte, die Arbeit nicht fanden oder nicht suchten und sich stattdessen mit vulgären Texten ein Ventil suchten, hört heute kaum noch ein Sänger des Landes gern.

Ein wenig verklärt gilt der Rembetiko heute als Sehnsuchtsmusik – ähnlich dem Fado der Portugiesen. Heute wissen die Lieder, die mit Bouzuki und Baglamas erzählt werden, kaum noch etwas von Gefängnisalltag und Drogenrausch zu berichten, wie in den dreißiger Jahren. Und kritisch ist der Rembetiko heute auch kaum noch. Man müsste lange tief in die Altstädte von Athen und Piräus abtauchen, um authentische Rembetikos zu hören.

Anonimi, eine Gruppe von Exilgriechen in Berlin haben sich den alten Rembetika gewidmet, Liedern von Vamvakaris, der in den dreißiger Jahren mit der Bouzuki und seinen Liedern über das Leben im kriminellen Untergrund für anstößige Furore sorgte, von Kostas Karipis, der noch unter den Osmanen seine Lieder schrieb und von Dimitris Gogos, der unter dem Namen Bagiaderas zu den bedeutendsten Stilisten des Rempetiko zählte. Von Armut, von Liebe, von Hoffnung und von Hoffnungslosigkeit singen die Lieder, die Anonimi auf ihrem Live-Album mit bemerkenswerter Klarheit und vereinnahmender, wie wandlungsfähiger Bühnenpräsenz vorstellen. Eindringlich, wie die Bitte um Geduld, wie er in Vassilis Tsitsanis Lied "Kane ligaki ipomoni" gesungen wird. Oder respektlos und draufgängerisch, wie in dem Lied aus der Zeit der deutschen Besatzung, das übersetzt sowas wie "Lastwagendiebe" bedeutet.

Die Aufnahmen, die Anonimi im April 2013 live in der Berliner Werkstatt der Kulturen einspielte, sind von einem Gefühl ummantelt, das nach Zeitreise riecht, nach Eintauchen in die Welt der authentischen Kultur Griechenlands - nicht das goldene Helenenreich, nein, das problematische Griechenland, mit seinen kleinen und großen Gaunern und den vielen Menschen, die ihnen zum Opfer fallen. Da landet der authentische Rembetiko zügig im Neo-Rembetiko und die Zeitreise findet schneller ihre Bestimmung in der Gegenwart, als einem lieb ist. Dieses Gefühl vermittelt das Album "Rembetika – Live" über die gesamte Länge der Aufnahme.”
(Karsten Rube, Folk World)