OURANIO TAKSIDI 

„Den Begriff Weltmusik zu definieren, gestaltet sich immer etwas schwierig. Stammt Musik aus Spanien, so ist es für viele spanische Musik, stammt sie aus Bulgarien, so ist es bulgarische. Kommt sie aus Griechenland, so ist es eindeutig griechische Musik. Weltmusik wird es immer dann, wenn sich die Kulturen kreuzen und etwas Eigenständiges hervorbringen. Etwas, das den Begriff multikulturell nicht aufsetzt, sondern prägt.

Genau das kann man von der Musik der Gruppe Anonimi behaupten, die zwar Musik aus der griechischen Tradition spielt, allerdings kulturelle Einflüsse ihrer Musiker zulässt. Diese kommen neben Griechenland aus Russland, der Türkei und Spanien und bereichern damit die griechische Basis mit multikulturellen Gewürzen. Anonimi scheut sich nicht vor modernen Einflüssen, was vor allem Live zu bemerken ist.

Ihre Debüt-CD „Ouranio Taksidi” ist eine lebendige Mischung aus tanzbaren Rhythmen und der Melancholie der Kulturen des östlichen Mittelmeeres in Harmonie mit den Einflüssen westlicher Hörgewohnheiten.
Kurzweilig, lebendig und unbedingt hörenswert.
(FolkWorld)


„Ständig überfluten in den letzten Wochen und Monaten CDs die Schreibtische der Rezensenten, die sich mit dem Titel ‚Weltmusik’ schmücken. Und nicht jedes Schmücken gereicht zur Zierde: Da wird wild durcheinander gemischt oder Pop und Rock als Weltmusik verkauft. – Bei der CD von der Gruppe ‚Anonimi’ ist es anders!

Traditionelle Muster griechischer Musik werden hier mit dem meist im Vordergrund stehenden griechischem Gesang verbunden. Neben klassischen Instrumenten (Bouzouki, Tzoura) mischen sich mal zart oder auch betont ein Saxophon oder ein Violoncello in diese Klangwelt. Das ein oder andere Lied ist moderner arrangiert als die ‚alten Lieder’ aus Griechenland. Es handelt sich ja schließlich bei den Musikern auch um in Deutschland (Berlin) lebende Griechen, die da mit Gästen aus anderen Ländern musizieren.

Und was das Schönste ist: die Stimmen von Anna Kalfa und Kostas Christodoulou haben genau das gelegentlich melancholisch-tragend anmutende Timbre in der Stimme, das zu den Texten paßt, die in typisch griechisch-bildhaften Worten von Lebensschmerz, Liebe und Erkenntnis erzählen.

Eine runde Sache – abgesehen von der Schwierigkeit, die nichtnummerierten Texte im Booklet erfolgreich den Liedern zuzuordnen. – Wirklich eine ‚Himmelsreise’ (Ouranio Taksidi), auf der man mit mal langsamem, mal schnellem Tempo dahinschwebt!”
(Carina Prange, www.jazzdimensions.de)





Die Anonimi auf Reisen

„Viele griechische Musiker und Sänger empfinden eine Abneigung gegen die Charakterisierung ihrer Musik. Die meisten von ihnen schöpfen aus sehr unterschiedlichen Musikrichtungen. Die geographische Lage Griechenlands zwischen drei Kontinenten fördert geradezu diese Haltung. Ein weiterer Grund ist weniger theoretisch sondern eher ein praktischer. Die Einordnung einer Musik als z.B. ‚qualitative Musik’, würde für viele Griechen bedeuten, dass man zur Musik nicht tanzen oder feiern kann, dass sie für den Geist ist und nicht für das körperliche Wohlbefinden. Und das bedeutet in Griechenland weniger verkaufte ‚Platten’.

Oft aber gibt es Beispiele wo sich das ‚feierliche’ das ‚geistige’ nicht ausschließt. Die griechische ‚Berliner’ Gruppe ‚Anonimi’ (Namenlosen) ist ein Beispiel hierfür. Die Liedtexte ihrer neuen CD ‚Die himmlische Reise’ zeigen eine Einfachheit und Verständlichkeit die nicht oft im neugriechischen Lied der letzten Jahre zu finden ist. Die Stimmen der Anna Kalfa und des Kostas Christodoulou verbinden alle Komponenten melodiös mit Zärtlichkeit, Frische und Klarheit.”
(CHRONIKA 10-99)




OURANIO TAKSIDI  

Das erste Album erschien im September 1999.

01. Paparouna
02. Tha mou pis  
03. Korona gramma
04. Krawji  
05. Masi sou
06. Galazio pathos
07. Tesseris epoches
08. Karagiozis
09. Ouranio taksidi
10. Apo ton Olympo psila
11. Ise tou iliou i fotia  
12. Pseftiko taksidi
 

ANONIMI  

Kostas Christodoulou – Voc, Bouzouki
Leonidas Adamidis – Percussion, Baglama,
Nikos Findanidis – Gitarren

Gastmusiker

Anna Kalfa – Voc
Odysseas Sariannidis – Bouzouki, Tsouras
Carlos El Canario – Akustik Gitarre
Jannis Sariannidis – Akkordeon, Piano
Elena Soudnitsyna – Violoncello
Andrej Soudnitsyn – Violine
Andrasz Tiborsz – Kontrabass
Nevzad Akpinar – Saz
Uwe Dohnt – Saxophon

Veröffentlichung 1999 bei Raumer Records
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